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Zuruck

Erstellt von:
DieLynn

Erstellt am:
22.12.2009

Mein Großvater besaß einen 1981er VW Santana. Mit 81 Jahren gab er das Autofahren vernünftigerweise auf und um seinen guten, alten Santana in guten Händen zu wissen, bat er mich eines abends zu sich und fragte mich, ob ich seinen Wagen weiter fahren würde. Ich freute mich riesig, nahm das Angebot natürlich an. Denn ich würde meinem Opa eine Freude machen, er könnte seinen Santana jederzeit sehen, da wir zusammen in einem Haus wohnten und ich besaß mein erstes eigenes Auto. Nicht irgendein Auto - einen VW Santana. Und wer besitzt schon einen Santana (vor allem direkt mit Führerscheinbesitz, wie in meinem Fall)?
Ich versprach meinem Großvater ihn bald auf eine Spritztour in seinem Wagen mitzunehmen. Leider schritt die Demenz meines Opas schnell fort, er kam in ein Pflegeheim und ich konnte mein Versprechen nicht mehr einlösen. Im November 2008 starb mein lieber Opa und nun denke ich jedes Mal an ihn, wenn ich in meinen Santana steige. Danke, Opa!
Das Fahren in diesem Wagen macht großen Spaß. Ich habe nur 4 Gänge, keine Servolenkung, keine Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber oder sonstigen Schnick-Schnack. Das ist noch Autofahren! :-) Und das Beste ist immernoch das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. Viele schauen interressiert, andere Fahren auf der zweiten Spur einige Zeit neben mir, um genauer hinzuschauen. Oftmals werde ich auf Landstraßen überholt, egal wie schnell ich fahre. Anscheinend können manche Leute einfach nicht hinter einem älteren Auto herfahren und denken womöglich noch dass "da bestimmt wieder ein alter Opa am Steuer sitzt". Aber falsch gedacht!
Ein paar wenige, kleine Veränderungen musste ich an dem Wagen allerdings vornehmen. Zuerst bekam ein Wackel-Elvis seinen Platz vorne über dem Amaturenbrett. Als nächtstes schrieb ich in Metall-Buchstaben meinen Namen hinten an die Heckklappe und zu guter letzt bekam mein Santana-Schätzchen ein Radio mit CD-Player. Dies alles sind aber Veränderungen, die einfach wieder rückgängig zu machen sind. Mehr wird nicht verändert.
Abschließend kann ich sagen, dass ich den Santana pflegen werde, um ihn so lange es geht zu fahren, denn es macht schlicht und einfach Spaß. Außerdem möchte ich noch einmal meinem Opa "Danke" sagen und ich freue mich schon auf das H-Kennzeichen in einem guten Jahr.

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