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Um meiner Geschichte ihre volle Wirkung zu verleihen, muss man wissen, dass im Rumänien der 70/ 80-er Jahre ein PKW annähernd den Wert eines Hauses hatte und der Kauf und Verkauf von einem Notar beglaubigt werden musste.
1973 wohnte ich in einem Vorort von Hermannstadt, Siebenbuergen, als nach jahrelangem versuchen meinem Vater der Besuch meines Onkels in Bayern genehmigt wurde. 3 Wochen später kam er zurück und zwar mit einem VW Käfer (BJ 1959), den er von einem Schulfreund, welcher in der Nähe des Onkels wohnte und von seinem Besuch erfahren hatte, geschenkt bekam.
Meine Familie war sehr glücklich über dieses Geschenk. In unserem Ort gab es zu dieser Zeit noch sehr wenige Autos, somit war die Ankunft meines Vaters eine kleine Sensation; Nachbarn versammelten sich vor unserem Haus (jeder kannte jeden) um den Wagen zu begutachten und zu bestaunen.
Trotz seines Alters lief der Wagen einwandfrei und genoss daher auch liebevolle Pflege.
1985 wurde mein Vater (66-jährig) ernsthaft krank aber wie es das Schicksal wollte, erhielt er ein 2. Mal die Ausreisegenehmigung auf seinen Antrag, den er bereits 1 Jahr zuvor gestellt hatte, um noch einmal den Onkel zu besuchen.
Trotz Krankheit wollte er auf die Reise nicht verzichten, umso mehr, weil dieses Mal meine Mutter ebenfalls mitreisen durfte - und er wollte mit dem Auto, dem Käfer reisen -.
Ich hatte beim Abschied Tränen in den Augen und mir wurde erst wieder besser, als wir 2 Tage später erfuhren, dass sie es geschafft hatten: er und das Auto.
Mein Vater erholte sich die ersten Tage seines Besuches sehr, wohl auch durch die Wiedersehensfreude, jedoch verschlimmerte sich danach sein Zustand rapide, so dass er ins Krankenhaus musste und dort nach einigen Wochen verstarb.
Wegen dieser außergewöhnlichen Situation wurde mir von den rumänischen Behörden erlaubt, in die B.R.D. zur Beerdigung zu reisen. 2 Wochen konnte ich hier meiner Mutter Trost spenden und ihr eine Stütze sein, danach machte ich mich wieder auf den Heim-weg nach Hermannstadt zu meiner Familie: mit Vaters Käfer natürlich. Er gehörte zu uns und Mutter hatte keine Verwendung mehr für ihn. Ich fuhr viele Stunden am Stück: raus aus Bayern, durch Österreich nach Ungarn und erreichte kurz vor Mitternacht die rumänische Grenze. Nach 2 Stunden Wartezeit machte man mir klar, dass mein Vater ein Flüchtling sei, weil nicht mehr zurückgekehrt, und daher nicht nur das Elternhaus, sondern auch sein PKW konfisziert wird. Ich musste also meine Sachen auf die Straße legen und meine Frau anrufen, um abgeholt zu werden. Nachts musste sie bei Kollegen und Nachbarn Sprit besorgen, um diese Reise (900 Km) überhaupt möglich zu machen (Benzin war damals rationiert und Mangelware).
4 Jahre später reiste ich aus meiner neuen Heimat Bayern mit meiner Frau und den 3 Kindern in den Sommerferien noch einmal nach Rumänien ans Schwarze Meer. Als wir uns der rumänischen Grenze näherten, welch eine Überraschung!!
Da stand er zwischen vielen anderen konfiszierten Autos: unser Käfer und rostete still vor sich hin. Wie damals, als Vater mit ihm das Elternhaus verließ, so kamen mir auch jetzt wieder die Tränen und ich machte ein letztes Foto von ihm.
1973 wohnte ich in einem Vorort von Hermannstadt, Siebenbuergen, als nach jahrelangem versuchen meinem Vater der Besuch meines Onkels in Bayern genehmigt wurde. 3 Wochen später kam er zurück und zwar mit einem VW Käfer (BJ 1959), den er von einem Schulfreund, welcher in der Nähe des Onkels wohnte und von seinem Besuch erfahren hatte, geschenkt bekam.
Meine Familie war sehr glücklich über dieses Geschenk. In unserem Ort gab es zu dieser Zeit noch sehr wenige Autos, somit war die Ankunft meines Vaters eine kleine Sensation; Nachbarn versammelten sich vor unserem Haus (jeder kannte jeden) um den Wagen zu begutachten und zu bestaunen.
Trotz seines Alters lief der Wagen einwandfrei und genoss daher auch liebevolle Pflege.
1985 wurde mein Vater (66-jährig) ernsthaft krank aber wie es das Schicksal wollte, erhielt er ein 2. Mal die Ausreisegenehmigung auf seinen Antrag, den er bereits 1 Jahr zuvor gestellt hatte, um noch einmal den Onkel zu besuchen.
Trotz Krankheit wollte er auf die Reise nicht verzichten, umso mehr, weil dieses Mal meine Mutter ebenfalls mitreisen durfte - und er wollte mit dem Auto, dem Käfer reisen -.
Ich hatte beim Abschied Tränen in den Augen und mir wurde erst wieder besser, als wir 2 Tage später erfuhren, dass sie es geschafft hatten: er und das Auto.
Mein Vater erholte sich die ersten Tage seines Besuches sehr, wohl auch durch die Wiedersehensfreude, jedoch verschlimmerte sich danach sein Zustand rapide, so dass er ins Krankenhaus musste und dort nach einigen Wochen verstarb.
Wegen dieser außergewöhnlichen Situation wurde mir von den rumänischen Behörden erlaubt, in die B.R.D. zur Beerdigung zu reisen. 2 Wochen konnte ich hier meiner Mutter Trost spenden und ihr eine Stütze sein, danach machte ich mich wieder auf den Heim-weg nach Hermannstadt zu meiner Familie: mit Vaters Käfer natürlich. Er gehörte zu uns und Mutter hatte keine Verwendung mehr für ihn. Ich fuhr viele Stunden am Stück: raus aus Bayern, durch Österreich nach Ungarn und erreichte kurz vor Mitternacht die rumänische Grenze. Nach 2 Stunden Wartezeit machte man mir klar, dass mein Vater ein Flüchtling sei, weil nicht mehr zurückgekehrt, und daher nicht nur das Elternhaus, sondern auch sein PKW konfisziert wird. Ich musste also meine Sachen auf die Straße legen und meine Frau anrufen, um abgeholt zu werden. Nachts musste sie bei Kollegen und Nachbarn Sprit besorgen, um diese Reise (900 Km) überhaupt möglich zu machen (Benzin war damals rationiert und Mangelware).
4 Jahre später reiste ich aus meiner neuen Heimat Bayern mit meiner Frau und den 3 Kindern in den Sommerferien noch einmal nach Rumänien ans Schwarze Meer. Als wir uns der rumänischen Grenze näherten, welch eine Überraschung!!
Da stand er zwischen vielen anderen konfiszierten Autos: unser Käfer und rostete still vor sich hin. Wie damals, als Vater mit ihm das Elternhaus verließ, so kamen mir auch jetzt wieder die Tränen und ich machte ein letztes Foto von ihm.
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